#MamiMitWort fünf Dinge, die ich von meinem Kind lernen kannDas eigene Kind im Internet – ein viel diskutiertes Thema. Die einen sind dafür, die anderen komplett dagegen. Auch in unserer #MamiMitWort-Runde haben wir uns Gedanken gemacht und möchten dazu Stellung beziehen. Vor einigen Wochen habe ich dem Focus Magazin ein Interview zu genau der Thematik gegeben. Heute möchte ich euch auch hier auf dem Blog nochmal erzählen, was ich davon halte und wie wir es handhaben.

Schon bevor Emilian auf der Welt war haben wir natürlich darüber gesprochen, ob wir Bilder von ihm zeigen werden oder nicht. Mit meinem Blog und den dazu gehörigen Sozialen Netzwerken gebe ich schon relativ viel von meinem Privatleben preis. Ich liebe die Nähe zu meinen Lesern, ich mag es, wenn sich Leute angesprochen fühlen durch meine Worte und wenn mich Nachrichten erreichen, in denen stehen, dass sie meine Ehrlichkeit zu schätzen wissen. Diese persönliche Ebene wollte ich auf jeden Fall beibehalten und da kann man ein so großes Lebensereignis, wie es ein Kind ist, nicht einfach ausblenden. Es war also von Anfang an klar, dass Emilian auch eine Rolle spielen wird. Nur mussten wir uns überlegen, wie viel wir zeigen und wo wir die Grenze ziehen.

Als Mama (und natürlich auch als Papa) ist man sooo wahnsinnig stolz, dass man sein Glück am liebsten mit der ganzen Welt teilen möchte. Wir haben uns dann entschieden, Emilian zu zeigen, allerdings weder nackt, noch in Windeln oder in Badehose. Das ist für uns persönlich eine Grenze, die wir nicht überschreiten möchten und die ich auch bei anderen mit gemischten Gefühlen betrachte.

Privatsphäre des Kindes

Ein Gegenargument zum Thema Kinder im Netz ist immer wieder, dass die Privatsphäre der Kinder auch im jungen Alter geschützt werden soll, da man nicht weiß, ob sie das möchten oder es ihnen später unangenehm ist. Wenn Emilian älter ist und nicht mehr möchte, dass ich Fotos von ihm zeige, dann respektiere ich das natürlich. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass er sich durch die Fotos gestört fühlt, die bereits von ihm existieren, da es ausnahmslos nur schöne und positive Bilder sind und ihn in keinen peinlichen oder komischen Situationen zeigen. Ich sehe das mehr wie eine art Tagebuch, in der man die Entwicklung des Kindes mitverfolgen kann. Ich persönlich würde mich freuen, wenn so viele Bilder von mir existieren würden.

Gefahren des Internets

Ein weiteres Argument ist natürlich, dass man nicht weiß, wer sich alles im Internet rumtreibt und in welche Hände die Fotos gelangen. Das sehe ich durchaus sehr kritisch und mit einem mulmigen Gefühl. Deshalb ist es uns auch sehr wichtig, keine „anzüglichen“ Bilder von Emilian ins Netz zu stellen. Wobei ich es schon wieder absurd finde, dass man in diesem Zusammenhang über „anzüglich“ spricht, denn für mich ist ein nacktes oder leicht bekleidetes Kind in keinster Weise anzüglich. Allerdings behalten wir uns diese privaten Einblicke nur für uns als Familie und teilen sie nicht.

Fazit

Ich finde, dass es auf diese heikle und viel diskutierte Frage keine allgemein gültige Antwort gibt und das jede Familie individuell für sich selbst entscheiden muss. Wir haben einen schönen Mittelweg gefunden und fahren bis jetzt ganz gut damit. Wichtig finde ich aber, dass man sich vorab Gedanken macht und nicht einfach wild drauf los posted. Egal für welchen Richtung man sich dann entscheidet, man sollte zumindest mal inne halten und darüber nachdenken.

Wie haltet ihr das mit Kinderfotos im Internet? Meine lieben #MamiMitWort-Mädels Ari, Katharina und Christina haben sich auch schon zu dem Thema geäußert, mit ganz unterschiedlichen Meinungen.

#MamiMitWort

4 Comments on #MAMIMITWORT: WIE VIEL KIND GEHÖRT INS INTERNET?

  1. Lia
    9. März 2017 at 10:20 (8 Monaten ago)

    Von meinem >Sohn gibt es nur Bilder, auf denen man entweder sein Gesicht nicht sieht oder es unkenntlich gemacht wurde.
    Außerdem berichte ich nicht über bestimmte Dinge, da ich nicht möchte dass er sich später für etwas schämt was mal war (Trotzphasen und so). Wenn dann verfasse ich allgemeine Texte. Außerdem benutze ich Pseudonyme. Aber im Impressum steht natürlich mein voller Name und wäre so auch auffindbar.
    Ich habe Erziehungswissenschaften studiert und dort auch Seminare über Datensicherheit und so, deshalb finde ich meinen Weg ganz gut. 🙂

    LG

    Lia

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